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Traditionen aus dem Osten (Vostok) und Europäischer Stil
Es gibt viele Stereotypen im Denken der Menschen. In der russischen Version würde das so klingen: Dichter - Puschkin, Stadt - Moskau, Gewehr - Kalaschnikov, Uhr - Komandirskie. Die Komandirskie Uhrenreihe wurde ursprünglich für die russische Armee in der Uhrenfabrik „VOSTOK“ in der Stadt Chistopol, die in Tartarstan liegt, hergestellt. VOSTOK ist der größte Hersteller von mechanischen Armbanduhren in Russland. Die Firma besteht seit über 60 Jahren und hat trotz der schwierigen wirtschaftlichen Zeiten nach der Perestroika die Mitarbeiterzahl von 3000 auf 4000 steigern können. Die Kapazität erlaubt es pro Jahr eine Million mechanische Uhren und Uhrwerke herzustellen. Der in den letzten Jahren erheblich modernisierte Maschinenpark ermöglicht die Herstellung sämtlicher Uhrenkomponenten vor Ort. Das Werk verfügt über eine eigene Universität zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, sowie Schulen, Kindergärten und Sportstätten, um den Mitarbeitern nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern auch ein entsprechendes soziales Umfeldzu bieten. Aufgrund der bisherigen Erfolge, oder gerade deshalb werden weitere Expansionsmöglichkeiten gesucht. So wurde den Märkten in Europa und USA hohe Priorität erliehen. Um diese Märkte noch besser bedienen zu können, wurde im Sommer 2003 die Firma Koliz-Vostok in Litauen gegründet mit dem klaren Ziel: Entwicklung, Produktion und Vertrieb einer neuen Uhrenmarke „VOSTOK-EUROPE „, die sich zu 100% auf den west-europäischen Markt konzentriert. Auf Wunsch dieser neuen Firma wurden in Chistopol zwei neue Modifikationen am Basisuhrwerk Kaliber 2416 vorgenommen. Kaliber 2432 mit mittig platzierter Disc und Kaliber 2435 mit seitlicher Disc (auf 3 Uhr). Das Uhrwerk der Komandirskie Reihe ist Kaliber 2416 mit Automatik und Datumsanzeige. Dies ist ein äußerst zuverlässiges und ganggenaues Uhrwerk mit 31 Steinen und Stoßsicherung. Der Rotor ist aus einer besonders schweren Wolfram-Nickel Legierung, und zieht den Mechanismus bis zu einer Gangreserve von 31 Stunden auf. Die Disc der Tag- und Nacht Anzeige ist so konstruiert, dass sie weder die Ganggenauigkeit noch die Gangreserve negativ beeinflusst. Gleichzeitig mit der Entwicklung der Uhrwerksmodifikationen in Chistopol wurde in Vilnus (Litauen) die Designkonzeption vorbereitet. Es wurde die Entscheidung getroffen die allgemeine Stilrichtung der 60 bis 70er Jahre zu wählen. So lautet das Motto für das Design: Das Beste der Sovietischen Technologie als Vorbild für das Uhren Design, kurz SOVIET-TECHNO-DESIGN. Wenn man die Uhren betrachtet, sieht man dass jedes Modell vom Stil und den Proportionen her seinem entsprechenden Soviet Techno Produkt ähnlich ist.
Diese Reihe ist in Anlehnung an den Stil der ersten Bestellung des Verteidigungsministeriums im Jahre 1965 entstanden. Selbstverständlich ist das neue Modell der Komandirskie von Vostok-Europe keine Kopie seines Vorbildes, jedoch ist die Ähnlichkeit deutlich zu erkennen. Der VW-Beetle ist auch nur ein stilistisches Double seines Vorgängers. Die Tag und Nacht Anzeige weist einen weichen Verlauf von rot = Tag auf schwarz = Nacht auf. Speziell für dieses Modell wurde ein Lederarmband mit zusätzlich fixierenden Schrauben entwickelt, das über eine hohe Elastizität verfügt und durch ein spezielles atmendes Ventilationssystem auch bei höheren Temperaturen Schwitzen vermeidet.
Der Name nimmt Bezug auf die ersten sovietischen Raumschiffe. Vom Design erinnert das massive Gehäuse an ein Teil des Raumschiffes mit Bullauge. Die sechseckigen Dekoschrauben und die Krone in derselben Form betonen den technischen Stil dieser Uhrenreihe. Die drehbare Lünette mit 12 Rasten lässt die Zeit in Ländern mit verschiedenen Zeitzonen definieren. Auch bei diesen Uhren ist die Tag- und Nacht Anzeige vorhanden.
Diese Reihe ist eine Folgeserie der VOSTOK sowohl historisch, als auch stilistisch. Lunokhods waren die ersten von der Erde aus ferngesteuerten Roboter, die speziell für die Erforschung des Mondes entwickelt und produziert wurden. Das Basisdesign der Lunokhod ist dem der Vostok gleich aber mit anderer Lünette, welche das Design jedoch stark verändert.
Die sanfte Umrisslinie des Gehäuses, das in das massive Edelstahlarmband verläuft, hat eine streng aerodynamische Form. A.N Tupolev, der Konstrukteur der gleichnamigen Flugzeuge, hat den Ausdruck geprägt, dass ein gutes Flugzeug vor allem auch schöne Formen haben muss. Im Gegensatz zu den anderen Modellen hat die Reihe Tupolev eine 24-Stunden Anzeige. Verschraubter Deckel, Boden und Krone gewährleisten eine Wasserdichtigkeit bis 5 atm. Das Armband mit Schmetterlingsverschluss wird durch drücken zweier Schnäpper geöffnet, um unbeabsichtigtes Öffnen zu vermeiden, und ist mit dem VE Symbol verziert.
der ersten Vostok Europe Kollektion wurden erstmalig auf der Uhrenmesse (Baselworld) im April 2004 vorgestellt und haben großen Anklang bei Besuchern aus der ganzen Welt gefunden. Diese Vorstellung war eine komplette Überraschung für die anderen Uhrenhersteller Russlands, da das Gesamtprojekt Vostok-Europe bis dahin ein gut gehütetes Geheimnis war. Die Entwickler dieser neuen Uhrenmarke hatten sich zum Ziel gesetzt ein neues Produkt auf den Uhrenmarkt zu bringen, welches sich von den bis heute bekannten Parametern der russischen Uhrenproduktion deutlich unterscheiden. Dies geschah unter Verwendung neuer automatischer Uhrwerke in Verbindung mit neuem Designansatz. Die bisherigen internationalen Erfolge bestätigen die Richtigkeit des Konzeptes.
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